Finanzbericht für die Woche vom 25. Juni 2018

Rückschau und Vorschau

„In den ersten fünf Monaten fielen chinesische Akquisitionen und Investitionen in den USA um 92% auf 1,8 Milliarden Dollar, so die RHODIUM Beratungs- und Forschungs-Gruppe am vergangenen Dienstag. Was umgekehrt Veräußerungen angeht, so zeigte der chinesische Handelsfluss Richtung USA für denselben Zeitraum ein Minus von 7,8 Milliarden US-Dollar, hiess es in dem betreffenden Report. Der Abschwung folgt einem scharfen Rutsch in der zweiten Hälfte des vorigen Jahres, als der Druck sowohl von Peking wie der Trump-Administration einen jüngsten Anstieg der grenzüberschreitenden Investitionen dämpfte.“- Evelyn Cheng, “Chinese Investment in US Drops 90% Amid Political Pressure,” („Chinas Investitionen in den USA aufgrund politischen Drucks um 90% gesunken“) www.cnbc.com, 20. Juni 2018.

„Die USA sollten mit dem wahl- und witzlosen Unfug der Zölle Schluss machen und konsequent den anderen Weg gehen. Sie sollten alle Zölle abschaffen, auch wenn der Rest der Welt hier zunächst nicht folgt. … Untersuchungen haben gezeigt, dass Länder mit freierem Handel sowohl ein höheres Pro-Kopf-Einkommen als auch höhere Wachstumsraten aufweisen. Wirtschaftsfachleute haben seit langem erkannt, dass Handelshindernisse, die den heimischen Arbeitern zugute kommen sollen, stets die heimischen Verbraucher schwer bestrafen.“– Veronique de Rugy, „A Case for Unilateral Tariff Disarmament“ („Aufruf zur einseitigen Abrüstung in Sachen Zölle“), The New York Times International, 21. Juni 2018.

Egal, wie man es bemäntelt, die internationalen Aktienmärkte mögen dieses fortdauernde Spiel um angedrohte Strafzölle nicht, das mehr und mehr in einen Handelskrieg ausartet. Präsident Trump stiess auch letzte Woche neue Drohungen in Sachen Zölle aus, und wie erwartet schwächelten die Aktienmärkte erneut. Die Venus/Mars-Opposition zur Sommersonnenwende am 21. Juni geht nicht mit einer Spitze im Aktienmarkt einher, sondern offensichtlich mit einem Tief. Tatsächlich geht es um mehr als nur um Venus (Vereinbarungen) und um Mars (Debatten) in Opposition zueinander (Bedrohung von Partnerschaften und Allianzen). Es geht um Venus als Auslöserin einer fixen Konstellation (störrische Fixierung, keiner will weichen), an der auch Jupiter und Uranus beteiligt sind. Hier steht eine Menge auf dem Spiel, und es sieht wieder nach dem Hühnertäppeles-Spielchen aus: mal schauen, wer sich zuerst bewegt! Aber in der fixen Signatur zeigen sich keine Anzeichen von Bewegung.

Es hört auch nicht mit Venus in fixen Stellungen auf. Auch Neptun ist betont, nachdem er am 18. Juni rückläufig geworden ist und im Halbquadrat mit Uranus steht. Damit weiss niemand, wo es wirklich hingeht. Es scheint kein Ende zu geben, zu dem die Spieler sinnvoll aussteigen könnten. Da fragen Finanzastrologen sich, womit denn das alles korrelieren soll, wenn in dieser Woche am 26. Juni auch noch Mars in Wassermann rückläufig wird. Bedeutet der rückläufige Mars, dass es einen Rückzug aus diesem Krieg der Worte gibt und dass die Drohungen zurückgenommen werden? Das ist möglich. Andererseits, nachdem Mars im exzentrischen und überheblichen Wassermann Zeichen steht, kann das bedeuten, dass die Aggressoren noch lauter und kriegslüsterner ihre Forderungen vorbringen und andere noch mehr mit Gewalt ihrem Willen unterwerfen. Auch das ist möglich.

 

Zum Vollmond im Steinbock in dieser Woche, 27. bis 29. Juni, oder kurz danach werden wir sehen, wie sich das Verhalten ändert. Der Vollmond steht auch in Konjunktion mit Saturn (Sonne/Saturn-Opposition), einen Tag nach Rückläufigkeits-Beginn von Mars. Die Auslösungen der Venus laufen bereits, verbunden mit einem starken, weil stationären Neptun. Der Kosmos fügt noch einen schweren Saturn/Steinbock-Einfluss hinzu, mit einem starken Mars, der ebenfalls stationär ist. Da kommt einem der Dampfkochtopf in den Sinn, der nun einen extremen Siedepunkt erreicht. Danach baut sich diese offensive Dynamik schrittweise ab, wenn in den folgenden beiden Wochen abnehmender Mond ist und Jupiter seine Dominanz betont. Wahrscheinlich wird die Stimmung lockerer, obwohl es auch möglich ist, dass alles noch mehr übertrieben wird und in Hysterie ausartet. Ich glaube aber, dass es zu einer sinnvollen Unterbrechung kommt und dass bewusste Akte der Liebenswürdigkeit und des guten Willens zur Entspannung beitragen.

 

Wie wirkt sich das auf die Finanzmärkte aus? Jeder Markt, der zu dieser Zeit (20. bis 27. Juni Tiefs erreicht, ist ein Kandidat für ein zyklusabschliessendes Tief mit anschliessender Rallye. Keine Zeit also, um in Panik auszubrechen! Das können andere machen, wenn sie das wünschen. Es kann eine günstige Zeit sein, Gelegenheiten und neue Trends zu erkunden, die bis zu den Trigonen von Jupiter/Neptun und Saturn/Uranus Mitte bis Ende August anhält. Der einzige Joker im Kartenstapel ist Mars Quadrat Uranus, anhaltend bis Mitte September. Das kann nach wie vor mit unerwarteten Ereignissen und Ankündigungen korrespondieren, die die Märkte und Investoren verrückt machen, insbesondere um den 1. August herum (± 1 Woche).

Ein Markt, der grosses Interesse beansprucht, könnte in der letzten Woche eine Trendumkehr erlebt haben, der Euro. Der Euro fiel auf ein neues zyklisches Tief, der Schweizer Franken jedoch nicht, sodass es den Fall bullischer Intermarkt-Divergenz gab. Dasselbe gilt für Gold in Bezug auf Silber. Der NASDAQ erreichte letzte Woche ein neues Allzeit-Hoch, andere Indizes jedoch nicht, sie fielen vielmehr. Damit gibt es verschiedene Fälle bärischer und bullischer Intermarkt-Divergenz, die innerhalb des Wirkspielraums unseres 3-Sterne-Umschwungdatums 20./21. Juni eingetreten sind. Das haben wir auch in der Juni-Ausgabe des MMA Cycles Report vorige Woche diskutiert.

Die Kolumne erscheint nächste Woche wieder in normalem Umfang. Dieses Wochenende befinde ich mich in England, wo ich einen Ganztages-Workshop bzw. ein Webinar zu rhythmischen und kosmischen Zyklen und ihrer Beziehung zu Finanzmärkten gebe.

 


Über den Autor

Raymond Merriman ist professioneller Astrologe und Präsident der Merriman Market Analyst, Inc., ein Unternehmen, spezialisiert in Market Timing Produkten und Dienstleistungen. Er ist Verleger des "The MMA Cycles Report", ein Börsenbrief, welcher von Banken, Finanzinstituten, Investoren und Traders konsultiert wird. Merriman ist Verfasser einer Reihe von astrologischen Büchern und Entwickler zweier astrologischer Software-Systeme: Das FAR (Financial Astrological Research) und das SOS (Stock Optimizing Selector) – Programm, welche Traders in die Lage versetzen, künftige Umschlagpunkte in Aktien und Future-Märkten zu identifizieren. Er kann über seine Website erreicht werden.
 

Verwendungszweck: Ziel dieser wöchentlichen Kolumne ist es nicht, die zukünftigen Bewegungen der verschiedenen Finanzmärkte vorauszusagen. Dazu dienen die verschiedenen Abo-Berichte von MMA, im Gegensatz zu dieser Kolumne, die als kostenloser Service angeboten wird. Deren Zweck ist es, Leserinnen und Leser über die Verbindung zwischen astrologischen Faktoren, so wie sie sich am Himmel konstellieren, und menschlichen Aktivitäten zu informieren. Dabei wird gleichzeitig darüber berichtet, was an verschiedenen Börsen und weltweiten Finanzmärkten in der Vorwoche passierte und welche weiteren Entwicklungen und Veränderungen in der kommenden Woche antizipiert werden können. Die in diesem Zusammenhang wirksamen geokosmischen Faktoren werden gemäss dem Verständnis des Autors für solche Konstellationen interpretiert. Der Autor (Merriman) tut dies aus der Perspektive eines Analysten von Zyklen und im Hinblick auf militärische, politische, wirtschaftliche Entwicklungen und deren Bedeutung für die Finanzmärkte der Welt. Daraus können Aussagen resultieren, welche den Charakter von Voraussagen haben. Das primäre Ziel ist jedoch, bestehende Zusammenhänge aufzudecken und Leserinnen und Leser auf das psychologische Klima aufmerksam zu machen, welches gerade vorherrscht oder in der Zukunft zu erwarten ist – dies aus einer astrologischen Perspektive heraus. Dieses Vorgehen fusst auf der Hoffnung, dass dem Leser damit geholfen wird, die psychologische Dynamik zu verstehen, welche aktuellen Nachrichten zu politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen auf der Welt zugrunde liegt.

Disclaimer: Für das Eintreffen von in diesem Bericht gemachten Voraussagen kann keine Garantie übernommen werden. Entscheidungen hinsichtlich Investitionen und Handlungen an der Börse liegen ausschliesslich im Verantwortungsbereich des Lesers, und weder der Autor noch der Betreiber der Website, welcher diese Informationen veröffentlicht, kann für solche individuellen Entscheidungen verantwortlich oder haftbar gemacht werden. Leserinnen und Leser werden in diesem Zusammenhang auch darauf aufmerksam gemacht, dass der Handel mit Futures und Optionen hohe Risiken beinhaltet.



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